Trainee-Blog

Mein Sommer im Süden und der Umzug ins platte Land

Autor
Benedikt Büschgens

Hallo zusammen,

für meine Trainee-Generation stand in diesem Monat nach einem Jahr im Traineeprogramm der letzte Stationswechsel an. Das bedeutet aber auch, dass wir nicht mehr der jüngste Trainee-Jahrgang sind. Eine neue Generation hat sich bereit gemacht und ist im Oktober in die ersten Station gestartet. Dazu aber in späteren Blogbeiträgen mehr. In diesem Blogbeitrag möchte ich über die Zeit bei meiner 2. Station (PERI) und den Wechsel zur nun letzten 3. Station (Jaeger Gruppe) berichten.

Es kommt mir schon fast wie eine halbe Ewigkeit vor, dass ich von der Baustelle der BAM Deutschland AG in Berlin, von der ich euch in meinem letzten Blogbeitrag berichtet habe, aufgebrochen und in Richtung Süden gezogen bin. Wie schon einige der anderen Trainees wurde ich bei dem Schalungs- und Gerüsthersteller PERI in Günzburg eingesetzt. Dort begann ich in der Anwendungstechnik, in welcher mir nach einer kurzen Einarbeitung direkt ein eigenes Projekt und somit Verantwortung zugeteilt wurde. In diesem Projekt erstellte ich einen Leitfaden zur einfachen und schnellen Einordnung der zu erwartenden Aufwendungen für die technische Bearbeitung in Bezug auf das geplante auszuliefernde Material auf die Baustelle. Diese Orientierungshilfe soll in Zukunft die Kostenabschätzung für die technische Bearbeitung deutlich erleichtern und somit die damit verbundenen Risiken reduzieren. Währenddessen unterstützte ich außerdem das Competence Center Infrastruktur beim Projektgeschäft. In dieser Abteilung werden Brücken-, sowie Tunnelschalungen kalkuliert, konstruiert und bemessen. Als konstruktiver Bauingenieur konnte ich hier natürlich optimal meine statischen Fähigkeiten einbringen.

bauma 2019: Im Inneren des riesigen PERI Zeltes

bauma 2019: Bagger & Kräne, so weit das Auge reicht

Das erste Highlight bei PERI lies auch nicht lange auf sich warten. Kurz nach meinem Start stand die „bauma 2019“ (Fachmesse für Baumaschinen) auf dem Programm. Bei PERI hieß dies: Ausnahmezustand! Gefühlt die Hälfte der Belegschaft war in die Durchführung involviert. Ich selber durfte auch für einen Tag die Messe besuchen und das gigantische PERI-Zelt und alle anderen Aussteller begutachten. Da ich noch relativ neu bei PERI war, hatte ich somit die optimale Möglichkeit die Vielzahl an unterschiedlichen Produkten, welche PERI anbietet, live zu erleben.

Berufspodium an der RWTH Aachen
© Mentoring – Fakultät für Bauingenieurwesen

Einige Wochen später hatten Michaela Eigner, ehemaliger Trainee und nun bei PERI angestellt, und ich die Möglichkeit im Rahmen eines Berufspodiums an der RWTH Aachen das Traineeprogramm vorzustellen. Da wir beide an dieser Uni studiert hatten, war es für uns ein Heimspiel und wir sahen neben vielen neuen, auch ein paar altbekannte Gesichter. Neben Präsentationen und Messebesuchen im Rahmen des Traineeprogrammes wurde ich außerdem in die Durchführung des Assessement Centers für den neuen Trainee-Jahrgang mit eingebunden, da dieser Anfang Juni bei PERI in Weißenhorn stattfand. Hierbei konnte ich die Personaler unterstützen und Insider-Fragen der Bewerber beantworten. Zusätzlich hatte ich somit die Gelegenheit einmal hinter die Kulissen des Traineeprogrammes zu schauen.

Kurz vor der Halbzeit bei PERI wurde mir dann auf eigenen Wunsch die Chance geboten für zwei Wochen im technischen Büro der Niederlassung Düsseldorf mitzuarbeiten. Da ich selber aus dieser Gegend komme, wollte ich die Möglichkeit nutzen das dortige Büro kennenzulernen, falls es mich nach dem Traineeprogramm wieder in Richtung Heimat zieht. Außerdem war es sehr interessant zu sehen, wie die Strukturen und Arbeitsweisen der Niederlassung im Vergleich zur Hauptzentrale sind. Einige Wochen nachdem ich wieder in der Hauptzentrale der Tochter Deutschland in Günzburg war, stand dann der nächste Ortswechsel an. Die Tochter Deutschland zog nach drei Jahren in Günzburg zurück in das nur 20 km entfernte Weißenhorn, wo die Firma vor 50 Jahren gegründet wurde und auch die Holding-Firmenzentrale beheimatet ist. Dort wurde für die Tochter Deutschland ein neues Bürogebäude errichtet, welches nur unweit vom Sitz der Holding und viel wichtiger in Reichweite der PERI-Kantine liegt. Ein weiteres Highlight während meiner Zeit bei PERI war Matsch-Lauf „Spartacour“ in Neu-Ulm, an welchem ich mit ein paar Kollegen teilnahm. Bei sommerlichen Temperaturen von knapp 35°C ging es für uns 8 km lang über und unter Hindernissen hinweg durch Wasser und Schlamm. Nicht nur aufgrund der hohen Temperaturen stand bei uns der Spaß und nicht der Sieg im Vordergrund. Letzter wurden wir dann aber Gott sei Dank auch nicht. In meinem letzten Monat bei PERI bin ich von der Anwendungstechnik ins Produktmanagement gewechselt. Dort habe ich an der Ausarbeitung und Umsetzung eines neuen Rüstbinder-Konzeptes gearbeitet.

Matsch-Lauf mit den Kollegen

„50 Jahre PERI“-Party
© PERI GmbH

Das größte Highlight kam dann aber ganz zum Schluss. Am Abend meines letzten Arbeitstages lud PERI die gesamte Belegschaft zu einer riesigen Party ein, inoffiziell natürlich um meinen Ausstand zu feiern. Offiziell lief die Feier unter dem Motto „50 Jahre PERI“. Neben leckerem Essen, viel zu Trinken, Reden der Gründerfamilie und der Geschäftsleitung, sowie einigen Showeinlagen konnte ich mich in einem schönen Rahmen von meinen Kollegen und PERI verabschieden. An dieser Stelle auch noch einmal vielen Dank an alle für die schöne Zeit bei euch.

Nach einem kurzen Urlaub in den Alpen machte ich mich dann in einem vollgepackten Auto wieder auf den Weg zu meiner dritten und letzten Trainee-Station. Einige Wochen zuvor hatte ich von der Jaeger Gruppe erfahren, dass ich anders als die ehemaligen Trainees, welche stets beim Tiefbauunternehmen Kramer in Dortmund eingesetzt wurden, bei der Spezialtiefbaufirma Epping in Bocholt mitarbeiten werde. Nach sechs Monaten im Süden Deutschlands mit unzähligen Wander- oder Radtouren durch die Berge mit bis zu 3000 m Höhe, kam ich somit ins platte Land, wo die höchste Erhebung noch nicht einmal 200 m hoch ist. Positiv daran ist aber, dass mein alltäglicher Weg mit dem Fahrrad zur Arbeit um einiges erleichtert wurde. Hier kann ich auch ohne Gangschaltung gemütlich ins Büro radeln. Die Firma Epping, welche zur Jaeger Gruppe gehört, ist im Rohrvortrieb tätig. Beim Kick-Off letztes Jahr besuchten wir schon zwei ihrer Baustellen. Neben der Organisation und Durchführung solcher Baustellen, stellt die Firma die benötigten Rohre in einem eigenen Rohrwerk her und unterhält, modifiziert und repariert die Vortriebsmaschinen und Bagger in einer eigenen Maschinentechnik-Halle. In meinen ersten drei Wochen wurde ich in der Bauleitung und im Nachtragsmanagement eingesetzt und habe die ersten Baustellen besucht. Im Verlauf der sechs Monate bei Epping werde ich noch in den Abteilungen Vermessung und Digitalisierung arbeiten. Gespannt bin ich außerdem auf eine Woche, in welcher ich an vorderster Front im Tunnel mitarbeiten kann. Aber darüber werde ich dann in einem nächsten Blogbeitrag berichten.

Fertige Tunnelröhre

Bis dahin wünsche ich euch allen beste Grüße aus Bocholt und den neuen Trainees einen guten Start in ihrer ersten Station!

Euer Benedikt


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