Trainee-Blog

Unser Deutschland baut! Trainee Kick-off 2019 und meine ersten drei Monate bei der DB Bahnbau Gruppe

Autor
Jan Kostrzewa

Kick-Off 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

herzlich willkommen auf dem Blogeintrag anlässlich des diesjährigen Kickoff Events. Zum mittlerweile vierten Mal startet das Deutschland baut! Programm in eine neue Runde. Auch dieses Jahr stehen wieder vier neue Trainees in den Startlöchern um in den kommenden eineinhalb Jahren, bei drei unterschiedlichen Unternehmen, jeweils für sechs Monate Station zu machen. Mein Name ist Jan Kostrzewa und ich bin Teil dieser neuen Trainee Generation. Ich würde Ihnen gerne in diesem Blog von unserer gelungenen Auftaktveranstaltung und meinen ersten drei Monaten bei der DB Bahnbau Gruppe berichten.

Die alljährliche Auftaktveranstaltung fand dieses Jahr am 8. und 9. November bei der Jaeger Gruppe in Dortmund statt. Bereits 2016 hatte die Unternehmensgruppe bewiesen, dass sie hervorragende Gastgeber sind und dementsprechend war die Vorfreude schon vor dem Event groß. Nach der Anreise wurde der Donnerstagnachmittag von den Verantwortlichen, der teilnehmenden Unternehmen, für den gemeinsamen Austausch organisatorischer Themen genutzt. Um auch in Zukunft ein erfolgreiches Trainee Programm gewährleisten zu können, wurde zum Beispiel der aktuelle Recruiting Prozess besprochen und weiter verbessert. Nach der Arbeit kommt bekanntlich das Vergnügen – in diesem Falle in Form eines gemeinsamen Abendessens im NY Steakhouse. Wir Trainees hatten das Glück direkt mit dem Vergnügen einsteigen zu dürfen und so konnten wir das Abendessen zum gegenseitigen Kennenlernen nutzen. Bei der besonderen Ausrichtung des Traineeprogramms, mit drei unterschiedlichen Unternehmensstationen für jeden Trainee, ist der Erfahrungsaustausch natürlich besonders wichtig. Bis spät in die Nacht haben wir uns mit den aktuellen und ehemaligen Trainees über ihre Zeit im Traineeprogramm unterhalten.

Am nächsten Morgen sind wir, gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück, zu einer aktuellen Baustelle der Jaeger Gruppe aufgebrochen. In Bottrop hatten wir die Möglichkeit uns ein Bauvorhaben anzuschauen, das Teil des Generationsprojektes Emscher Umbau ist. Im Rahmen des milliardenschweren Projektes entsteht eines der modernsten Abwassersysteme der Welt. Mit einer Länge von 51 Kilometern wird der Abwasserkanal Emscher zukünftig das Abwasser von über 2 Millionen Menschen aufnehmen um es dann der Kläranlage Bottrop und dem Klärwerk Emscher Mündung zuzuleiten. Der Hauptkanal und seine Zuläufe orientieren sich an dem alten Entwässerungssystem, welches vor ca. 100 Jahren oberirdisch angelegt wurde. Dies war notwendig, weil durch den Bergbau verursachte Bergsenkungen unterirdisch verlaufende Kanalsysteme beschädigt hätten. Mit dem Rückgang des Bergbaus ist auch das Risiko von Bergsenkungen erheblich gesunken. Nun entsteht ein System, das bis zu 40 Meter unter der Erde, Fäkalien sowie Abwasser der Industrie aufnimmt und abtransportiert. Somit muss diese Aufgabe zukünftig nicht mehr durch die Emscher übernommen werden und der Fluss, sowie die Region können renaturiert werden. Auf der Baustelle in Bottrop konnten wir das Rohrvortriebsverfahren live in Aktion beobachten. Bei diesem Verfahren bohrt sich eine Vortriebsmaschine langsam ins Erdreich. Mittels hydraulischer Pressen werden simultan Kanalrohre in den gebohrten Tunnel getrieben. Mit einer täglichen Vortriebsleistung von ca. 12 bis 15 Metern bohrt sich der Zug zum maximal 1200 Meter entfernten Zielschacht. Am Zielschacht angekommen, muss ein neuer Zielschacht gegraben werden und die hydraulische Presse zum neuen Startschacht transportiert werden. Für alle Teilnehmer war es sehr spannend zu sehen, welche enormen Ausmaße eine an der Erdoberfläche eher unauffällige Baustelle unterirdisch annehmen kann und wie dort trotz der Schwierigkeiten des Tiefbaus auf wenige Millimeter präzise gebaut wird.

Nach der Baustellenbesichtigung wurde die Auftaktveranstaltung beendet und die Heimreise angetreten. Für mich ging es mit dem ICE zurück in die Hauptstadt zu meiner ersten Trainee Station bei der DB Bahnbau Gruppe in Berlin. Die DB Bahnbau Gruppe ist erstmalig bei dem Trainee Programm von Deutschland baut! e.V. dabei und dementsprechend ist meine Station dort, nicht nur für mich, sondern auch für meine Arbeitskollegen eine neue Erfahrung.

Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG ist führender Full-Service-Anbieter für die Bahn und ist als solcher für die Planung, Erstellung und Instandhaltung von Anlagen der Eisenbahninfrastruktur zuständig. Rund 3000 Mitarbeiter bewerkstelligen alle Baumaßnahmen rund ums Gleis, von einfachen Bahnübergängen bis zu hochkomplexen Leit- und Sicherungstechniken wird „alles aus einer Hand“ bewerkstelligt.Die DB Bahnbau Gruppe ist in vier Serviceeinheiten unterteilt, die unterschiedliche Produktportfolios anbieten, um die komplette Eisenbahninfrastruktur bedienen zu können. Darüber hinaus stellt sich das Unternehmen den zukünftigen Herausforderungen in dem es innovative Produkte und Technologien, wie zum Beispiel die Brennstoffzellentechnik, fördert und auf den Markt bringt.

Ich bin seit dem 1. Oktober in der Geschäftsentwicklung für die DB Bahnbau Gruppe tätig. Diese Organisationseinheit versteht sich als Bindeglied zwischen den Serviceeinheiten und der Geschäftsführung und ist für strategische, fachbereichsübergreifende Projekte zuständig, mit dem Ziel Innovation voranzutreiben und so einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu gewährleisten. Für meinen beruflichen Einstieg nach dem Studium hätte ich wahrscheinlich keine bessere Station finden können. Die Arbeit in der Geschäftsführung erfordert, sich tagtäglich mit verschiedensten Problemstellung lösungsorientiert auseinander zu setzen. In Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Personengruppen des DB Konzerns gilt es unter anderem veraltete Strukturen und Prozesse aufzubrechen und diese dauerhaft zu verbessern. Seit dem ersten Tag habe ich hier die Möglichkeit erhalten Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen in ein abteilungsübergreifendes Projekt einzubringen. Aktuell beschäftige ich mich damit unserer bestehenden Dokumentenablage schrittweise in ein Dokumentenmanagementsystem zu überführen. Dabei gilt es zwischen verschiedenen Interessensgruppen zu kommunizieren und so lerne ich tagtäglich den DB Konzern etwas besser kennen.

Nach meiner Station bei der DB Bahnbau Gruppe geht es für mich weiter zu Velux nach Hamburg. Bis dahin gibt es noch eine Menge zu lernen und wertvolle Erfahrungen für das spätere Berufsleben zu sammeln.

Viele Grüße und bis zum nächsten Mal

Jan Kostrzewa


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